Am 2./3. Juni 2016 im Bayerischen Landtag

Struktur und Ablauf der Politiksimulation

Der Aufbau des Parlaments der Generationen orientiert sich an der Arbeitsweise eines modernen Parlaments, also zum Beispiel des Bayerischen Landtags. So gibt es im Parlament der Generationen ein übergreifendes Plenum, in dem alle Mitglieder zusammenkommen, ihre Standpunkte austauschen und am Ende auch über die erarbeiteten Vorschläge abstimmen.

Ausschüsse

Die eigentliche Arbeit findet in den Ausschüssen statt. Die Ausschüsse befassen sich jeweils mit einem spezifischen gesellschaftlich relevanten Thema, das maßgeblich durch den demografischen Wandel geprägt wird.

Ausschuss für regionale Entwicklung: Hier geht es um Maßnahmen zur Erhaltung der Lebensqualität in schrumpfenden Regionen.
Ausschuss für Bildungsfragen: Hier steht eine „Qualitätsoffensive Bildung“ zur Diskussion, die unterschiedliche Angebote für die verschiedenen Altersgruppen beinhalten soll.

Beide Themen sind klar abgegrenzt, inhaltlich zugespitzt und außerdem so gewählt, dass Konfliktlinien erkennbar werden. Doch wie die Teilnehmer mit diesen umgehen, bleibt ihnen selbst überlassen.

Generationenräte

Während in den Ausschüssen die Themen generationenübergreifend diskutiert werden, kommen in einem Generationenrat die Mitglieder einer der vier Generationen zusammen, also diejenigen, die aufgrund ihrer Altersstruktur ähnliche Interessen verfolgen.

Beim Parlament der Generationen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer der folgenden vier Generationen zugeordnet:

Starter: 15- bis 30-Jährige
Macher: 31- bis 50-Jährige
Könner: 51- bis 66-Jährige
Kenner: 67-Jährige und älter

In einem Generationenrat werden gemeinsame Standpunkte einer Altersgruppe erarbeitet und diejenigen Maßnahmen, die aus der Generationensicht in das Abschlussdokument aufgenommen werden sollen, besprochen. Der Generationenrat ist somit das zentrale Meinungsbildungszentrum einer jeden Generation und übernimmt damit in etwa die Funktionen, die Fraktionen in den parteipolitisch geprägten Parlamenten erfüllen. Solche herkömmlichen Fraktionen gibt es beim Parlament der Generationen nicht.

Insgesamt ist die Arbeitsweise des Parlaments der Generationen somit durchaus mit der des Bayerischen Landtags oder des Deutschen Bundestags vergleichbar. Einen wesentlichen Unterschied gibt es aber: Beim Parlament der Generationen werden zwei strikt getrennte, unabhängig voneinander arbeitende Parlamente simuliert. Sie unterscheiden sich nur durch die Zusammensetzung ihrer Mitglieder: Während die eine Hälfte der Teilnehmenden die gegenwärtige Bevölkerungsstruktur Deutschlands widerspiegelt und das eine Parlament bildet, repräsentiert die andere Hälfte der Mitwirkenden die Bevölkerungsstruktur des Jahres 2050 und formiert das andere Parlament. Beide Parlamente behandeln exakt die gleichen Themen und gehen dabei von den gleichen Rahmenbedingungen aus, sie verfügen jedoch jeweils über ein eigenes Plenum, über Ausschüsse und Generationenräte. Lediglich am Ende der Veranstaltung erfolgt eine gemeinsame Auswertung mit allen Parlamentariern: Simulationsleitung, Teilnehmer beider Gesellschaften und die begleitenden Experten vergleichen den Diskussionsverlauf und die Abstimmungsergebnisse in den beiden Parlamenten. So wird ersichtlich, wie sich die demografischen Veränderungen auf politische Entscheidungsprozesse auswirken werden.

Das Parlament der Generationen tagt im Maximilianeum, dem Sitz des Bayerischen Landtags in München. Die Teilnehmenden beraten und fassen ihre Beschlüsse daher an einem Ort, an dem tatsächlich Politik für die Menschen in Bayern gestaltet wird. Die Aura dieses besonderen Veranstaltungsortes wird sicherlich auch die Mitglieder des Parlaments der Generationen erfassen und den parlamentarische Geist in ihnen stärken.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • Einführung
  • Generationenräte
  • Ausschüsse
  • Abschlussplenum
X